Johanniskraut

Das Johanniskraut gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen, wenn es um psychisch – vegetative Beschwerden geht. Bei allen Krankheiten, die seelische Ursachen haben, kann das Johanniskraut helfen. Ihm wird eine ähnliche Wirkung wie chemischen Glückspillen (z.B. Valium) nachgesagt, jedoch ohne die negativen Nebenwirkungen.

Wenn man die Blätter gegen das Licht hält, sind viele kleine Öldrüsen sind zu sehen. In diesen Drüsen ist ein roter Saft enthalten, der auch in den Blüten zu finden ist. Wenn du eine Blüte zwischen den Fingern zerreibst, tritt die färbende Flüssigkeit hervor. Sie speichert das Sonnenlicht, die Kraft der Sonne.

Johanniskraut soll hilfreich sein bei:

  • Erhöhtem Blutdruck
  • bei nervlicher Erschöpfung
  • Stimmungstiefs, Depressionen, Schockzuständen
  • Kopfschmerzen
  • zur Erholung nach schweren Krankheiten
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Verstauchungen und Hexenschuss (in Tee getränkte Kompressen)

Die stärkste Heilkraft hat das Johanniskrautöl:

Das rote Öl besitzt auch für Wunden, insbesondere Verbrennungen, entzündeter Haut und der Erneuerung von Gewebe eine große Heilkraft.

Du brauchst:

  • Das blühende Kraut (mit einer Schere das obere Drittel abschneiden)
  • Olivenöl
  • ein Schraubglas mit Deckel

Zubereitung:

  1. Blüten und Blätter
  2. Das Schraubglas locker mit dem Kraut befüllen
  3. Mit dem Öl aufgießen, so dass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind
  4. An einem warmen und wenn möglich sonnigen Ort 6 Wochen ziehen lassen und ab und zu schütteln
  5. Das mittlerweile rot verfärbte Öl abseihen und eher dunkel bei Zimmertemperatur lagern.

Aus diesem Öl kann man auch Salbe herstellen.

Für Badewasser etwa einen EL für ein Vollbad.

Johanniskrauttinktur
(gleiche Anwendung wie beim Tee)

  • Blüten und Blätter in ein dunkles Glas geben
  • Mit 45% Alkohol auffüllen, so dass das gesamte Kraut bedeckt ist
  • Verschließen und an einem mäßig warmen Ort stehen lassen
  • Ab und zu schütteln
  • Nach 4 Wochen abseihen und in ein dunkles Glas füllen
  • Bei Bedarf 3 x täglich 20 Tropfen einnehmen

Zu gleichen Teilen mit Wasser verdünnt kann die Tinktur auch äußerlich bei kleinen Wunden, Pickeln und Insektenstichen angewendet werden.

Johanniskrauttee:

  • 2 TL Johanniskraut
  • Mit 250 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen
  • Zehn Minuten ziehen lassen

Wichtig: Das Johanniskraut macht die Haut empfindlicher für Sonnenlicht, deshalb solltest du es nur an trüben Tagen direkt auf die Haut geben und eingeriebene Hautstellen vor der Sonne schützen, da es sonst zu unangenehmen Rötungen kommen kann.

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