Pflaumen

Es gibt ca. 2.000 Pflaumensorten und die Zwetschge ist eine davon. Die Zwetschge ist eine meiner Lieblingsfrüchte. Leider ist die Saison recht kurz. Daher bin ich froh dieses Jahr einige Früchtchen ergattert zu haben zwecks Weiterverarbeitung und Haltbarmachung. Rezepte folgen.

Jetzt zu den positiven Eigenschaften der Pflaume:

Pflaumen haben nur ca. 47 Kalorien auf 100 Gramm. Mit 10 % Zuckeranteil ist sie damit im mittlereren Bereich des Obstes angesiedelt. Sie regen den Kohlenhydratstoffwechsel an da sie überflüssige Fettstoffe im Darm binden und die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fette hemmen. Sie fördern die Verdauung und wirken gegen Verstopfung. Diese verdauungsfördernde Wirkung ist u. a. auf die Pektine und die Zellulose zurückzuführen. Da eine anhaltende Verstopfung das Risiko für Darmkrebs fast um das Doppelte erhöht, können diese Früchte gleichzeitig effektiv vor einer Tumorerkrankung schützen. Darüber hinaus helfen Pektine dabei, Schwermetalle zu entgiften und den Cholesterinspiegel zu senken.

Pflaumen enthalten zwar viele B-Vitamine, aber wenn man sich den Anteil im Vergleich zum Tagesbedarf anschaut müsste man schon seeehr viele davon essen um nennenswerte Vorteile draus zu ziehen. Vitamin B6 z.B. liegt der Tagesbedarf bei Männern bei ca. 1,6 mg – Pflaumen weisen auf 100 g nur 0,05 mg auf. Die Mineralstoffdichte ist auch relativ – Calcium 8 mg und Magnesium 7 mg. Für mich keine nenneswerte Mengen.

In Dörrpflaumen sind meist deutlich höhere Mengen enthalten, besonders im Bereich der Mineralstoffe. Während die frische Pflaume beispielsweise nur 0,4 mg Eisen pro 100 g liefert, sind es bei Dörrpflaumen 2,3 mg. (Der Tagesbedarf an Eisen liegt bei ca. 15 mg.)

Des Weiteren ist die Pflaume reich an Polyphenolen. Dazu zählen z. B. die Anthocyane, welche in der Pflaume 5 x so viele befinden wie im Pfirsich. Polyphenole sollen u. a. die Abwehrkraft erhöhen, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen sowie gegen Entzündungen und Krebs wirken.

Bei dem weissen Film auf der Pflaumenschale handelt es sich nicht um Rückstände von Pestiziden, sondern um eine natürliche Schutzschicht der Frucht. Die Pflaumen sollen daher erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden, da diese Schutzschicht ansonsten zerstört wird und die Früchte schneller verderben.

Beim Kauf von Dörrpflaumen sollte man sich unbedingt für ungeschwefelte Bio-Produkte entscheiden, da durch die Schwefelung Vitamine zerstört werden. Ausserdem können Schwefelrückstände bei empfindlichen Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Magenproblemen führen und sogar Asthmaanfälle auslösen. Konventionelle Trockenfrüchte sind überdies zur Abtötung von Schädlingen gerne mit Methylbromid begast, ein Nervengift, auf dessen Rückstände auch nicht jeder Wert legt.

Pflaumen wiesen bei Tests mit Abstand den geringsten durchschnittlichen Pestizidgehalt pro Probe auf und enthielten zudem die niedrigste durchschnittliche Anzahl an Rückständen. Fast ein Fünftel der Pflaumenproben waren frei von Rückständen, obwohl sie aus konventionellem Anbau stammten. Nichtsdestotrotz sollten die Früchte vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Die Bio-Proben entsprachen allen Anforderungen.

Pflaumen reifen bei Zimmertemperatur nach. Sind die Pflaumen jedoch schon reif, halten sich im Kühlschrank bis zu eineinhalb Wochen.

Nach meiner Kirschaktion im Juni dachte ich eigentlich dass Zwetschgen angenehmer zu entsteinen wären. Pustekuchen. Die sind zwar größer, aber der Kern ist z.T. extrem scharfkantig. Nach 2 Kilo musste ich erst mal pausieren, da mein Schneidebrettchen sich plötzlich rot verfärbte. So tief habe ich mit nem Messer schon lange nicht mehr verletzt. Und wie man sieht: Maniküre kann man bei der Verarbeitung von Zwetschgen vergessen. 😉

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