Vegan in Reykjavik 2018

vom 17.03.-23.03.2018

17.03.2018
Abflug von Frankfurt mit Wow Air für 301,17 € / Person (inkl. a 20 kg Gepäck, 12 kg Handgepäck und 1 persönlicher Gegenstand bis 10 kg) – 3-stündiger Flug.

Mit dem Shuttlebus geht es zum Mietwagenverleih „Green Motion“ – ca. 5 km vom Flughafen entfernt. 45 Min. Wartezeit. Für die nächsten 6 Tage steht uns ein „Jeep Renegade“ für 300 € zur Verfügung. In der Vollkasko ohne Selbstbeteiligung werden nur 2 Schäden ausgeschlossen: durch Sandsturm verursachte Schäden und abgerissene Türen durch Windböen. Die Höchstgeschwindigkeiten auf den Straßen betragen 90 km/h auf asphaltierten Straßen, 70 km/h auf Schotterpisten und Innerorts 50 km/h.

Erster Stop zwecks Verpflegung: Der Discounter „Bonus“ – Relativ günstig, aber Obst- und Gemüsequalität verbesserungswürdig.

Nächster Stop „Kronan“ – schon sehr viel besser: ordentliches Obst und Gemüse, sehr gut sortiert, gutes veganes Sortiment mit großer Vegan-Kennzeichnung (Pizza von Veganz, Proteinpulver von Vega, Alpro, Violife….). Einkauf bar bezahlt und schon rümpft die Kassiererin die Nase. Bargeld wird auf der Insel nicht gern gesehen. Hier wird sogar der Kaffee im Cafe mit Karte bezahlt.

Unsere Unterkunft in Kopavogur – 50 km vom Flughafen entfernt – „Blue Mountains Appartement“. Angrenzend ein Reebok Fitnessstudio (kostenloser Zugang für die Appartementbewohner), ein Deli mit veganen Gerichten (Tomaten-Avocado-Deli 15,43 € – Avocado-Pizza 21,96 € – Salat 15,43 € – Kokos-Suppe 12,16 € – Avocado-Toast 12,16 €), Apotheke und ein Fast Food Restaurant. Zugang zum Appartement mittels Pin. Im Eingangsbereich befindet sich ein Snackautomat und Prospektmaterial. Raum mit Waschküche und Lebensmittelregal wo die Bewohner übrig gebliebene Sachen für die nächsten Gäste abstellen. Da konnten wir Öl, Tees, Nudeln und Gewürze abstauben. Ein Aufzug ist vorhanden. Trotz Straßennähe recht ruhig. Die Ausstattung umfasst u.a. einen Esstisch mit 3 Stühlen, 60 Zoll Smart TV, 2 große Kleiderschränke, Handtuchtrockner, Fön, Bett 2 m x 1,80 m, Handtücher, kleine Küchenzeile, Toaster, Wasserkocher, Kaffeebereiter, Kaffee, schwarzer Tee, 1 kleiner Topf, 2 sehr kleine Pfannen, Geschirr und Besteck, freies Wlan. Bei der Essenszubereitung muss man recht kreativ sein bei der spartanischen Küchenausstattung.

18.03.2018
Mit dem Auto in die Innenstadt – überall kostenlose Parkmöglichkeiten. Besuch der „Hallgrímskirkja„. Aufstieg zum Turm 8 €. Grade wegen Gottesdienst bis 12.15 Uhr geschlossen. Spaziergang durch die Innenstadt. In vielen Restaurants vegane Gerichte auf der Karte. Creperie mit veganen Crepes für 1050 Kronen, Toppings extra (z.B. veganer Käse 250 Kronen, Apfel 150 Kronen). Der Veganer „Glo“ beim „Lebowsky“ um die Ecke, neben einem „Health Store“ – Reformhaus. In einigen Restaurants stehen Papageientaucher und Wale auf der Speisekarte. Lt. Wetterprognose 90 % Regenwahrscheinlichkeit – es kommen nur wenige Tropfen bei 6-8 Grad runter. Ob es am Sonntag liegt…wenig Autos auf der Straße und für eine Hauptstadt auch sehr wenig Menschen unterwegs.

Mit dem Auto raus über die Ringstraße in Richtung Süden. Es geht immer weiter rauf bis wir irgendwann in sehr dichtem Nebel bei einer Sicht unter 50 m landen und uns zur Umkehr entscheiden. Weiter zu den „Reykjadalur Hot Springs„. Ein heißer Bach, dampfender Boden, ein kochender Schlammpool. Nach 1,5 km drehen wir um, da es langsam dunkel wird und Nebel aufkommt, so dass ohnehin keine Aussicht mehr zu erwarten ist. Am Parkplatz werden wir von 2 jungen Frauen gefragt, ob wir sie mit in die Stadt nehmen können. Eine Braunschweigerin und eine Pariserin. Die Braunschweigerin erzählte uns, dass sie den Flug 3 Wochen vorher über Icelandair gebucht und den doppelten Preis bezahlt hat. Mit der Pariserin tauschten wir Klischees aus. Sie war verwundert, dass man bei uns denkt, dass die Franzosen die Deutschen nicht mögen und auch kein Interesse daran hätten eine Fremdsprache zu lernen. Dies wäre bei der neuen Generation nicht der Fall.

19.03.2018
Das Fitnessstudio öffnet hier schon um 05.45 Uhr und der erste Kurs findet um 06.15 Uhr statt. Wir starten um 06.30 Uhr – sehr gewöhnungsbedürftig. Auf der ersten Etage befinden sich Spinningräder, viele Laufbänder, Crosstrainer, Ergometer…. Die Ausstattung der unteren Etage umfasst Kurzhanteln bis 50 kg, Olympische Langhantelstangen und auch welche mit verschiedenen integrierten Gewichten, Klimmzughilfe, Gerüst für Crossfit, 2 Rudergeräte, 2 Treppenlaufgeräte und div. weitere Geräte für die einzelnen Muskelgruppen. Die Klimaanlage ist top und die Musikauswahl sehr motivierend und in ordentlicher Lautstärke (Kursmusik hört man allerdings bis ins Appartement) Klasse Studio!

Gegen 10.15 Uhr fahren wir raus aus der Stadt. Nach einem Fotostop bei einer Herde Islandponys schauen wir uns bei „Kerið“ einen Schlackekrater mit Grundwasserfüllung an. Zugang für 400 Kronen.

Gegen 13.00 Uhr erreichen wir den Geysir „Strokkur„. Der kleine Geysir spuckt alle paar Minuten, der Große will nicht – lt. Statistik spuckt er alle 70 Minuten. Ein Hagelschauer erwischt uns und wir werden ordentlich geduscht. Merken: Immer Ersatzkleidung im Auto! Im Besucherzentrum gibt es eine Kantine und „Zupa“ mit 2 veganen Suppen zur Auswahl (a 1.550 Kronen).

Den „Gulfoss“ – ein Wasserfall des Flusses Hvítá im Haukadalur – erreichen wir um 15.20 Uhr. Der Parkplatz ist recht voll und hier tümmeln sich die Touristen.

Erst Tankfüllung – 14,76 l für 3000 Kronen = 24,49 €

20.03.2018
Heute steht Whale Watching im 190 km entfernten Ólafsvík auf dem Plan. Gebucht haben wir 2 Tage vorher online. Kostenpunkt: 9.900 Kronen = 80,80 € /Person und dauert 3 Stunden. In den Tagen zuvor wären Orcas und Buckelwale gesichtet worden. Um 06.30 Uhr geht es los und nach 40 km fahren wir durch den 5.770 Meter langen Hvalfjarðargöng, der bis zu 165 Meter unter dem Meeresspiegel verläuft (1.000 Kronen pro Auto). Um 09.00 Uhr erreichen wir unser Ziel. Vor dem Betreten des Schiffes erhalten die ca. 30 Passagiere alle Kälteschutzoveralle. Pünktlich um 10.00 Uhr geht es los. Zunächst ist die See ruhig, aber dann wackelt es recht ordentlich auf dem Schiff. Zu windig kann es aber nicht sein, da uns einige Möwen begleiten. Manchen Mitreisenden bekommt der Seegang nicht und es werden ein paar Kotztüten gefüllt. Ein Asiate füttert lieber gleich ohne Umwege die Fische…. Uns geht es gut, weil immer schön auf den Horizont schauen. Wir umrunden das Westende der Snæfellsnes-Halbinsel und den Gletscher. Von Walen leider nix zu sehen. So kommen wir ohne Walsichtung im Dauerregen wieder am Hafen an. Wir bekommen das Angebot die Tour am nächsten Tag kostenlos mitzumachen. Aufgrund der langen Fahrtstrecke entscheiden wir uns aber dagegen.

Auf dem Rückweg werden wir unterwegs von einem winkenden Mann auf der Straße angehalten. Sein Kumpel habe sich festgefahren und ob wir ihn rausziehen könnten. Wir haben aber leider kein Abschleppseil im Auto. Der Golf des Engländers steckt vorne rechts richtig tief im Matsch. Und das neben einem großen festen Parkplatz. Wir versuchen es mit rausschieben. Einige Matschflecken später geben wir es auf. Ein weiterer Wagen hält und wir hoffen, dass ein anderer Fahrer weiterhelfen kann.

21.03.2018
Der Morgen beginnt mit leichtem Schneefall. Chris bucht bei „Extreme Island“ eine 4-stündige Nordlichttour in die Berge für 9.900 Kronen / Person. Um 21.00 Uhr soll es losgehen. Mit dem buchen der blauen Lagune sind wir nicht erfolgreich. Ausgebucht bis Dienstag. Morgen wäre noch was frei, aber 2 Stunden für 110 €….nein, danke. Also erst mal ne Runde trainieren. Hier sind sogar die Rentner auf einem extremen Level. Mit Isländern wollte ich nicht batteln. Um 13.30 Uhr die nächste Hiobsbotschaft: Die Nordlichttour wurde gecancelt, da wetterbedingt keine Chance auf Sichtung besteht. Wir fahren in die Stadt. Dort schauen wir uns die „Harpa“ – das Opernhaus und den alten Hafen an. Im rein veganen „Cafe Vinyl“ gönnen wir uns Kaffe, Tee und 2 Stück Kuchen (Schoko mit Erdnussfrosting und ein Rohkostkuchen) für zusammen 3.000 Kronen = 24,45 €. Sehr lecker und lockere Atmosphäre. Danach suchen wir das „Smaralind“ – das größte Shoppingcenter Islands – auf.

22.03.2018
Auch heute sind den ganzen Tag leichte Regenschauer gemeldet.Wir fahren Richtung Süden an der Küste entlang. In Hvolsvöllur besichtigen wir das „Lava Center“ (3.200 Kronen / Person) Sehr informativ und kreativ gemacht.

Weiter geht es zum „Seljalandsfoss“ – dem bekanntesten Wasserfall Islands. Der 24-Stunden-Parkplatz kostet 700 Kronen. Hier empfiehlt es sich Regenkleidung anzuziehen. Hinter dem Wasserfall ist es zwar trocken, aber nicht wenn der Wind dreht.

23.03.2018
Um 02.00 Uhr ist die Nacht auch schon zu Ende. Um 03.10 Uhr müssen wir das Auto zurückgeben und der Rückflug steht an. Der Urlaub hat uns zusammen ca. 2.300 € gekostet (Flug, Übernachtung, Mietwagen, Lebensmittel, Eintritte). Ein wunderschönes Land, aber wahnsinnig teuer.

In Deutschland gönnen wir uns ein frühes Mittagessen in der „Rohkosteria“ Frankfurt.

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